Bist du auf der Suche nach kompromissloser Smash-Power, möchtest aber nicht gleich ein Vermögen für einen High-End-Wettkampframen ausgeben? Dann steht die Astrox-Serie von Yonex zweifellos auf deinem Radar. Nach dem riesigen Erfolg des Astrox 99 Pro hat Yonex die „Tour“-Variante auf den Markt gebracht: Ein Schläger, der auf dem Papier fast identische Spezifikationen aufweist, aber deutlich den Geldbeutel schont. Aber wie performt er tatsächlich auf dem Court?

Unser hauseigener Racketspezialist Jerry hat die Probe aufs Exempel gemacht. Er ist auf das Spielfeld gegangen, hat die Saiten stramm gezogen und den Yonex Astrox 99 Tour einem gründlichen Test unterzogen. Als erfahrener Besaiter und Spieler weiß Jerry ganz genau, worauf es bei einem Offensiv-Schläger ankommt.

In diesem Testbericht zieht er den direkten Vergleich zwischen der Tour-Version und ihrem legendären großen Bruder (dem Yonex Astrox 99 Pro). Muss man Abstriche bei der Kontrolle machen, oder bekommt man dafür vielleicht sogar mehr Benutzerfreundlichkeit für sein Geld? Und für welchen Spielertyp ist diese Angriffswaffe wirklich wie geschaffen?

Hier teilt Jerry seine ehrliche Meinung und seine persönlichen Erfahrungen mit dem Yonex Astrox 99 Tour:

Typ und Spezifikationen
Dieser Yonex Astrox 99 Tour in 4Ug5 hat genau die gleichen Spezifikationen wie der Yonex Astrox 99 Pro, den ich getestet habe. Diese schwarz-grüne Edition fällt sofort ins Auge und das „Schwarz“ ist ein Farbton, den ich so bei Schlägern noch nicht gesehen habe; aus der Nähe betrachtet sieht man unglaublich viele Details. In meiner Hand fühlt er sich sehr kopflastig an und ist eigentlich fast identisch mit der Pro-Version.

Eindruck
Da ich den 99 Pro bereits getestet hatte, war ich auf den Tour vorbereitet – und er enttäuscht nicht. Der 99 Tour ist steif, solide und sehr kopflastig. Ohne direkten Vergleich hätte ich ehrlich gesagt Mühe, ihn vom Pro zu unterscheiden. Im Doppel hatte ich Probleme bei Drives und in der Verteidigung. Ich merkte, wie ich den Schläger immer kürzer greifen wollte, um das Gewicht zu kompensieren. Im Vergleich zu anderen 4U-Schlägern schwingt sich dieser hier wirklich wie ein 3U. Im Einzel kam ich damit super zurecht: kraftvolle Schläge aus dem Hinterfeld und das solide Feedback gaben mir viel Selbstvertrauen bei Drop-Shots.

Für wen ist dieser Schläger geeignet?
Genau wie beim Astrox 99 Pro kann ich mich hier kurz fassen: Dieser Tour ist keine abgespeckte oder abgeschwächte Version des Pro, sondern zweifellos ein reinrassiger Einzelschläger.

Vergleich mit anderen Schlägern
Neben dem 99 Pro habe ich diesen Schläger auch mit dem Yonex Astrox 88 D Pro verglichen. Dabei fiel mir auf, dass sich der 99 Tour in der Hand minimal weniger solide anfühlt als der 99 Pro. Das ist bei einer Stufe weiter unten auf der Yonex-Qualitätsleiter auch zu erwarten – eben etwas weniger neue Technologien und Gadgets als beim teureren Pro. Was mich jedoch am meisten überrascht hat: Der 99 Tour fühlt sich immer noch solider an als der 88 D Pro (übrigens meine aktuelle persönliche Schlägerwahl). Auf Kosten von Manövrierbarkeit und Schnelligkeit liefert dieser 99 Tour einen solideren und härteren Schlag als die Pro-Version des 88 D. Ein Wechsel kommt für mich und meine bescheidene Armkraft zwar nicht infrage, aber beeindruckend ist es allemal. Ich denke, dass der 99 Tour für sehr viele Spieler eigentlich schon schwer, steif und solide genug ist, sodass man den Schritt nach oben zum Pro gar nicht machen muss.